Ökologische Weichendurcharbeitung in Bestzeit

Kontinuierliches 2-Schwellen-Stopfen, Stabilisieren und Planieren

Erstmals treibt unser Hybrid-Antriebssystem E³ eine große, kontinuierlich arbeitende Weichenstopfmaschine an. Die Firma Krebs Gleisbau AG und Schweizer Bahnen setzen schon auf diese neue Maschine.

Das neue Hybrid-Antriebskonzept E³ treibt die Maschine entweder durch einen Diesel- oder durch einen Elektromotor an, und zwar durch Nutzung der elektrischen Energie aus dem Fahrdraht. Beide Motoren erzeugen den Hydraulikdruck für alle Systeme, vom Fahrantrieb für Überstell- und Arbeitsfahrt bis zu den Arbeitsaggregaten. Die beiden ersten, bereits vorgestellten Maschinen mit dem Hybrid-Antriebssystem E³ – ein Dynamic Stopfexpress 09-4X E³ und das BDS 2000 E³ – bewähren sich bereits im regulären Baustellenbetrieb in Österreich. 

Hybridkonzept eröffnet neue Marktchancen

Krebs Gleisbau AG ist das erste Bauunternehmen, das auf die neue Technologie setzt. Im Rahmen einer internationalen Ausschreibung für Gleisbaumaschinentechnik der SBB, BLS und TPF* im Geschäftsjahr 2014 und der Vergabe 2015 hat die Geschäftsleitung der SBB Infrastruktur zusammen mit dem strategischen Einkauf den an der Ausschreibung teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit gegeben, Offerte für den Einsatz von Gleisbaumaschinen mit einer Laufzeit von zehn Jahren anzubieten. Die Auftraggeber gingen davon aus, dass bei dieser langen Vertragslaufzeit auch zukunftsweisende Innovationen beim Einsatz entsprechender Gleisbaumaschinen offeriert würden. Die Firmengruppe Krebs Gleisbau hat sich für die Umsetzung dieser Zukunftsstrategie auf das Tochterunternehmen der Krebs Gleisbau AG in Bern festgelegt. Hintergrund dieser Festlegung war der Tatbestand, dass in der Schweiz der Umweltschutz eine bedeutende Rolle spielen würde.

Die örtlichen Verhältnisse in der Schweiz erfordern durch die Topografie und Bevölkerungsagglomeration, das Thema „Nachhaltigkeit“ auch im Marktsegment „maschineller Gleisbau“ verstärkt zu berücksichtigen. Somit war für die Geschäftsleitung der Krebs Gleisbau AG eine „fundierte lnvestitionsbasis“ im Hinblick auf zukünftige „Nachhaltigkeit“ im Bereich der Gleisbaumaschinentechnologie gegeben. Gemeinsam mit uns wurde das Projekt mit der Bezeichnung „Hybrid E³ – Economic, Ecologic, Ergonomic“ geboren und ein entsprechendes Leistungsheft für dieses Marktsegment ausgearbeitet. Die innovative Universal-Weichenstopfmaschine Unimat 09-32/4S Dynamic E³ nahm Gestalt an.

Mit diesem Investitionsvorhaben beabsichtigt die Krebs Gleisbau AG, nicht nur die Thematik „Reduktion der CO2-Emissionen“, sondern auch die wichtige Thematik der „Schallemissionsreduzierung“ im Schienennetz zur Anwendung zu bringen. Die Unternehmensgruppe beabsichtigt, die Thematik der „Nachhaltigkeit“ bei Arbeiten im Schienennetz, unabhängig von technischen Innovationen, verstärkt anzuwenden.

Schalloptimierung für ruhige Arbeiten

Neben einem geringeren Schadstoffausstoß und der Einsparung von fossilen Treibstoffen wird mit dem Hybrid-Antriebskonzept E³ der Maschinenlärm reduziert. Zusätzlich sind im Bereich aller Arbeitsaggregate Maßnahmen zur Schallreduzierung eingebaut. So sind die Stabilisationsaggregate über seitliche Schürzen abgeschirmt, Silo und Kehreinrichtung mit einem Schallschutz versehen. Damit kann die Maschine in innerstädtischen Bereichen und bei Nachtarbeiten eingesetzt werden.

Vorteile

  • Perfekte Instandhaltung sämtlicher Weichenkonstruktionen
  • 3-Strang-Hebung mit 4-Strang-Stopfung
  • Senkung der Energie- und Logistikkosten
  • Geringer Schadstoffausstoß und Einsparung von fossilen Treibstoffen
  • Lärmreduktion = Einsetzbarkeit der Maschine in innerstädtischen Bereichen und bei Nachtarbeiten
  • Zulassung auf Streckenklasse C2 (Achslasten ≤ 20t)

* SBB – Schweizerische Bundesbahnen; BLS – Privatbahn in der Schweiz, die im Auftrag von sieben Kantonen fährt; TPF – Freiburgische Verkehrsbetriebe

Weiterführende Publikationen

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