Der Weg in den Regelbetrieb

Nach der Fertigstellung im Frühjahr 2019 arbeitete die RUS 1000 S im Sommer auf ersten Baustellen in der Wachau, in der Nähe von Dornbirn in Vorarlberg sowie im Herbst im Arlberggebiet. Im Dezember ging es auf eine Baustelle bei der Wiener Lokalbahn in der Nähe von Traiskirchen. Diese Einsätze dienten zur weiteren Optimierung der Maschine und auch zum Training der Bedienmannschaft, um mit der Maschinenleistung an die Zielwerte zu gelangen. So trainierten bis zu 40 Maschinenbediener – im regulären Einsatz sind es deutlich weniger – unter möglichst realen Bedingungen für den Alltag auf der neuen Maschine.

„Die Einstellarbeiten der einzelnen Aggregate und ihr Zusammenspiel waren sehr komplex und nahmen viel Zeit in Anspruch, doch bereits nach den ersten Kilometern zeigte sich, dass die Maschine unsere Anforderungen erfüllen wird. Schon in der Einarbeitungsphase konnten wir 1.200 Meter in einer Schicht umbauen.“

Matthias Schauer, Bahnbau Maschinen, Swietelsky AG

Im Frühjahr 2020 arbeitete die RUS 1000 S in der Nähe von Frohnleiten in der Steiermark auf einer zweigleisigen Strecke mit Betonschwellen. Die Einsatzerfahrung trug zur weiteren Optimierung der Maschinenleistung bei und der Automatische Leitcomputer ALC wurde voll in Betrieb genommen. Stopfparameter und Gleislage werden mit dem digitalen Messschreiber DRP aufgezeichnet. Damit wird schon in der Maschine die Gleisqualität dokumentiert und eine Beurteilungsgrundlage für die Gleisfreigabe erstellt.

Eine größere Sanierungsmaßnahme mit 8.800 m Länge in Ungarn bot erstmals die Möglichkeit, die neue RUS 1000 S in sieben Tagen Volleinsatz zu testen. Hier konnte auch die Zielleistung für die Verlegung von zehn Schwellen pro Minute bestätigt werden. Die Gleislage hinter der Maschine war sehr zufriedenstellend. Mannschaft und Maschine waren dort schon sehr gut eingespielt und brachten einmal sogar die Topleistung von 1.600 m Umbau in zehn Stunden. Damit ist die neue Maschine nun bereit für den regulären Einsatz.