Bewährtes trifft auf Innovation: RUS 1000 S

Das Konzept der RUS 1000 S basiert auf dem kombinierten Gleisumbau- und Schotterbettreinigungszug RU 800 S. Viele Erkenntnisse und Erfahrungen aus den Praxiseinsätzen flossen in die Arbeitstechnologie der neuen Maschine ein. Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Plasser & Theurer, Swietelsky und den ÖBB bei der Entwicklung der Maschine bringt nun die RUS 1000 S nach letzten Optimierungsarbeiten in den Regelbetrieb.

Erweiterter Einsatzbereich

Insgesamt wurden alle Arbeitsaggregate verbessert bzw. eine Leistungssteigerung erreicht. Die neue Maschine arbeitet wie die Vorgängerin nach dem technologisch richtigen Arbeitsablauf: Schotterreinigung vor Neuschwellenverlegung. Zusätzlich bewältigt die RUS 1000 S minimale Arbeitsradien von 250 m, wie bereits ein Einsatz am Arlberg in Österreich belegt. Sie verfügt über eine höhere Antriebsleistung: Strecken mit 30 Promille Steigung können problemlos befahren werden. Um die Maschine optimal für Einsätze in ganz Europa nutzen zu können, ist ihre Umgrenzung gemäß Lichtraumprofil UIC 505-G1 ausgeführt. Auch ökologisch wurde sie verbessert, mit bis zu 30 % weniger CO2-Emissionen sowie Lärmreduktion.

Gesteigerte Qualität und Leistung

Eine neue Siebanlage bringt eine höhere Meterleistung bei gleichzeitig optimaler Sieblinie. Auch bei Schwellenverlegung wurde eine Leistungssteigerung erzielt. Die Verlegeeinheit erreicht nun einen Ablagezyklus von 10 Schwellen pro Minute und kann verschiedene Schwellentypen verarbeiten (Beton Mono-Block, Beton Bi-Block, Holzschwellen).

Die RUS 1000 S unterstützt den schichtweisen Aufbau des Schotterbettes. Der gereinigte Schotter wird zum Teil unmittelbar hinter der Räumkette eingebracht und vorverdichtet. Damit ergibt sich ein stabiles Schotterplanum zur Ablage der Neuschwellen. Eine weitere Schicht gereinigten Schotters wird am Flankenaushub- und Stopfmodul eingebracht, nachdem die Neuschwellen und Neuschienen verlegt und verbunden wurden.

Sofort befahrbares Gleis

Unmittelbar danach wird das Gleis gehoben, gerichtet und gestopft. Die Stopfeinheit, bestehend aus Hebe- und Richtaggregat sowie Stopfaggregat, ist bei diesem Maschinentyp völlig neu. Der erste Stopfgang (von üblicherweise drei) ist in die Umbaumaschine integriert, wodurch eine hohe Gleislagequalität für den nachfolgenden Zugbetrieb bereits nach dem Arbeitsgang mit der RUS 1000 S erreicht wird. Zusätzlich ist auch eine Absenkung der neuen Gleislage gegenüber der alten Lage möglich.

Vorteile – RUS 1000 S

  • kombinierter Gleisumbau mit integrierter Schotterbettreinigung in einer Sperrpause
  • kontinuierlicher Arbeitseinsatz, auch bei beengten Verhältnissen ohne Umrüsten der Maschine – z. B. bei Bahnsteigbereichen, Betontrogbrücken und in Tunnels
  • variable Schotteraushubbreite durch Kombination der Aushubkette mit den Flankenaufnehmern von 3.000 bis 5.800 mm
  • Einsparung von Vorbereitungsarbeiten am Gleis im Vorlauf zur Maschine – z. B. aufwendiges Versetzen des Gleises
  • hohe Qualität des umgebauten Gleises für den nachfolgenden Zugbetrieb
  • technologisch richtiger Arbeitsablauf: Schotterbettreinigung vor Neuschwellenverlegung
  • Absenkung der neuen Gleislage gegenüber altem Niveau möglich
  • lagenweiser Schotteraufbau des Schotterbettes mit gereinigtem Schotter, mit integriertem Verdichten und Stopfen
  • Verarbeitung des gesamten gereinigten Schottermaterials innerhalb der Maschine mit Abtransport von überschüssigem Aushubmaterial zusammen mit dem Abraum in MFS-Einheiten